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2 Dietersfels

Die Sage vom Dietersfels

 

Es wird erzählt, dass die Herren der Naumburg stets großen Wert auf ein beschwingtes Leben legten, auf große Gelage und festliche Turniere. Dazu gehörte auch die ein oder andere waghalsige Aktion. So erzählt die Sage des Rittersmann Dieter von einer im Rausch abgeschlossenen, riskanten Wette:

 

Auf Naumburgs Sälen die Ritter saßen und tranken Wein,

er schmeckte herb und bitter und stieg in den Kopf hinein.

Sie stritten erhitzten Blutes wer der beste Ritter wär',

und in der Wallung des Blutes verschwor sich jeder schwer:

Zu zeigen die kühnsten Taten, den größten Mut,

nun ging es ans Raten, wer größere Kühnheit tut.

Herr Emich sprach, der Alte: „Ich reite zur Turmtrepp hinan!“

Und Wyrich, der Rote, lallte: „Ich zwischen den Humpen die Bahn.“

Herr Dieter, der Starke, lachte: „Euer Mut zeigt schwache Tat,

an einen Felsen ich dachte, steil, hoch, schroff, ohne Pfad.“

Den will zu Ross ich besteigen, und springen von ihm ins Tal,

und dann sollt ihr mir zeigen, dies' Kunststück nocheinmal.“

Der Handschlag ward' geschlagen, so fest als wie ein Schwur;

Herr Dietrich wollt es wagen, er ritt schon auf der Spur.

Er klimmt hinan den Felsen, er sprengt ihn auch hinab.

Das Pferd es tat sich wälzen, am Leben blieb der Knapp'.

Das ist die Sage vom mutigen Dietrich.

Der Fels nannt seit dem Tage Dietersfelsen sich.

Dietersfels

Der Dietersfelsen