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3 Römerstraße

Gaius Julius Cäsar eroberte in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. das keltische Gallien, und damit auch das hiesige Gebiet der Treverer (Treveris = lat. für Trier). Als die Römer das Land erkundeten, fanden sie keineswegs halbwilde Nomadenvölker vor, sondern Kelten und Germanen, die seit mehreren hundert Jahren den Mittelrhein besiedelt und kultiviert hatten. Der weitreichend betriebene Handel war durch ein Wege- und Fernstraßennetz gesichert, das die Römer nun nutzten um ihre verhältnismäßig großen Truppen schneller fortzubewegen. Es sollten nach dem Gallischen Krieg mehr als drei Jahrzehnte vergehen, bevor unter Kaiser Augustus (30 v. Bis 14 n. Chr.) ein Ausbau der Verwaltung unter römischer Herrschaft vorgenommen wurde. Eine Erweiterung des Transportwegenetzes war einer der Maßnahmen zur Stabilisierung des Ganzen, und so konnte man nun, anstatt das Nahetal zu durchqueren, von Trier über den Hunsrück direkt zum Rhein (Simmern – Bingen – Mainz). Anfang des 20. Jahrhunderts fand man Reste einer Römerbrücke zwischen Kirn-Sulzbach und Fischbach, die ursprünglich über die Nahe reichte, und zwei Straßen zusammenführte (Sobernheim – Tholey und Meisenheim – Trier), die in ihrer Führung meist den vorhandenen keltischen Wegen folgten. Solche Römerstraßen haben bis heute Bestand, denn einige von ihnen werden noch als Feld- und Waldwege genutzt, während andere die Basis für unsere modernen Straßen bildeten. So verlief auf der Trasse dieses Feldweges die Straße aus Richtung der heutigen Pfalz an Bärenbach vorbei, ins Nahetal, nach Kirn, hinauf zum Idarwald bei Sulzbach, und von dort aus bis zur Mosel.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

  • Gustav Els: Römerstraßen in unserer Heimat. In: Nahekalender 1970. Bad Kreuznach 1969

  • O. Guthmann: Kreuznach und Umgebung in römischer Zeit. 2. Auflage, Bad Kreuznach

  • Eugen Julius Herz: Die Glasburg auf dem Brämerberg zwischen Fischbach und Kirnsulzbach an der Nahe. In: Rheinische Heimatblätter. Koblenz 1924.